Veganes Laubskaus
für 4 Personen
1 Gemüsezwiebel
400 g Räuchertofu
1 kg überwiegend festkochende Kartoffeln
1 EL Rapsöl zum Braten
250 ml Wasser
Salz
1 TL Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
2 Gewürzgurken (gerne natürlich die selbst eingemachten)
1/2 Glas Rote Bete (gerne natürlich die selbst eingemachten)
Kräuteressig
mittelscharfer Senf
Pfeffer

Zwiebel schälen und in feine Würfel, Tofu in große Würfel schneiden, vorher aber acht dünne Streifen abschneiden und später separat anbraten. Kartoffeln schälen, waschen und in mittlere Würfel schneiden.
Öl erhitzen, Zwiebeln und Tofu darin anbraten. Wasser, Kartoffeln, Salz, Gemüsebrühe und Lorbeerblatt zugeben, aufkochen, 15 min bei mittlerer Hitze weiterkochen und 5-10 min in der Nachwärme ziehen lassen.
Alles grob zerstampfen. Gurke und Rote Bete hacken und unterheben. Mit ca. 1 Tl
Zucker, 1-2 EL Essig, 1-2 EL Senf und Pfeffer abschmecken.
Bergartig portionsweise anrichten und mit 2 Streifen angebratenem Räuchertofu und Essiggurkenstreifen belegen.
3. Mai 2021

 

Und noch ein Rezept für Stielmus – diesmal vegan
Nudeln in in Stielmus-Sahnesauce
Zutaten
Für 2 Personen
500 g Stielmus
200 g Vollkornnudeln
250 g Sojasahne (zum Kochen)
2 Knoblauchzehen
1 EL Bohnenkraut (frisch, gehackt)
1 Zitrone Saft und Abrieb
Salz, schwarzer Pfeffer
2 EL Walnüsse

Nudeln in Salzwasser al dente kochen.
Währenddessen Stielmus schneiden, das Grün etwas gröber als den weißen unteren Teil.
In etwas Öl gar dünsten, die Blätter sollten eine spinatähnliche Konsistenz haben.
Knoblauch hacken oder pressen und mit in die Pfanne geben, darauf achten, dass er nicht braun wird. Mit Sojasahne ablöschen, dann Bohnenkraut, Zitronenschale und -saft unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle: Zeit Online aus der Reihe Sonntagessen
3. Mai 2021

 

Zwei Rezepte für Stielmus

Stielmus mit Pasta (Danke an Kati für den Hinweis;)
ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
750 g Rübstiel (auch Stielmus genannt)
350 g Orecchiette (andere Nudeln gehen natürlich auch ;-))
2 EL Zitronensaft
50 g geriebener Parmesan
Olivenöl
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG:
Vom Rübstiel den Wurzelansatz großzügig abschneiden, die Stängel mit Blättern waschen und abtropfen lassen.
Stängel und Blätter in etwa 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Zwiebel in schmale Streifen schneiden, Knoblauch fein hacken. Knoblauch und Zwiebel glasig andünsten, herzhaft salzen und pfeffern. Jetzt erst die Hälfte des Rübstiels einrühren und offen dünsten. Wenn das Gemüse etwas zusammengesackt ist, die 2. Hälfte einrühren, mit Zitronensaft und noch einmal mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Deckel auflegen und bei niedriger Hitze 10 Minuten schmoren. Dann den Parmesan einrühren – so lange, bis der Käse geschmolzen ist.
Die Nudeln in gesalzenem Wasser al dente kochen, abgießen und gründlich mit dem Rübstiel vermischen. Noch einmal sehr heiß werden lassen und servieren.
Quelle: Alles in Butter, WDR5, April 2021)


Rezept für Stielmuseintopf (Rezept von Ann-Kristin)
Stielmus , geputzt und grob zerteilt (Menge nach Belieben, entweder
Stielmus Kartoffeln 1:1, oder etwas weniger Stielmusanteil)
Kartoffeln, in Würfel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Wasser/Gemüsebrühe
Zum Würzen: Senf, Salz, Pfeffer, Kümmel
Kräuter nach Geschmack (Bohnenkraut oder Thymian, z.B.)
Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch in etwas Fett anschwitzen und glasig dünsten. Dann Kartoffelwürfel hinzu geben und einige Minuten mit anbraten. Danach Stielmus hinzugeben und wieder etwas dünsten. Hier die Kräuter gerne schon hinzufügen. Dann das Gemüse mit Wasser /Gemüsebrühe angießen, bis es leicht bedeckt ist. Salz, Pfeffer, und Senf an den Eintopf geben und ca. für 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
Wer es sämig mag nimmt 1-2 Kellen des Eintopfes hinaus, püriert ihn kurz und fügt diese wieder dem Rest zu.
Die Variante lässt sich für Fleischliebhaber mit einer leckeren Kohlwurst oder Ähnlichem sicher gut abwandeln. Die Wurst würde ich entweder zum Köcheln mit in die Flüssigkeit legen oder schon zu Beginn in Stücke geschnitten nach den Zwiebeln hinzufügen und im Fett auslassen.

25. April 2021

 

Grünkernlinge
Quelle: WDR5 „Alles in Butter“ vom 27.03.2021

ZUTATEN FÜR 10 STÜCK:
150 g Grünkernschrot
250 g gemischtes Gemüse aus Knollensellerie, Möhren, Zwiebel (oder alles was man noch so rumschwirren hat: Pastinake, Bete o.ä.) , Knoblauch
5 Zweige frischer Thymian
Margarine
100 g Hartkäse (gerieben)
Ca. 50 g Semmelbrösel
2 Eier
ca. 300 ml Wasser
Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Das ganze Gemüse (inkl. Knoblauch) schälen und waschen, grob zerkleinern und im Mixer sehr fein hacken oder fein reiben. Dann das Gemüse in einem
guten Löfel Margarine andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen, etwa 5 Minuten dünsten lassen. Den Grünkernschrot und Thymian einrühren, kurz mitdünsten lassen, dann alles mit so viel Wasser auffüllen, dass das Wasser knapp über dem Grünkerngemüse steht. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles zum Kochen bringen. 5 Minuten lang bei geringer Hitze köcheln, dann den Herd abschalten, und die Grünkernmasse bei geschlossenem Deckel 30 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Käse fein reiben. Die Masse in eine große Schüssel umfüllen, zuerst mit dem Käse vermischen, dann die Eier dazugeben und sehr gründlich vermengen, zum Schluss die Semmelbrösel. Thymian entfernen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat nachwürzen. Die Masse sollte jetzt eine relativ feste Konsistenz haben, aber noch sehr geschmeidig sein – falls zu weich, noch etwas Semmelbrösel einarbeiten. Mit nassen Händen 10 frikadellenförmige Grünkernlinge formen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit Olivenöl braten, bis sie auf beiden Seiten schön braun und gar sind, das dauert etwa 10 Minuten. Dazu passt jede Art von Gemüse und Salat. Schmecken aber auch solo, einfach so auf die Hand ;-))
28. März 2021

 

Russischer Salat – Vinaigrette

Im Moment sind wir ja noch voll in der Lagergemüse-Phase mit roten Beten, Kartoffeln, Möhren und unserem fantastisch gutem Sauerkraut.

Da habe ich mich gefragt, ob Ihr vielleicht diesen Salat kennt? Der Name Vinaigrette ist zugegeben komisch, weil man normalerweise bei Vinaigrette an Salatsauce denkt.

Der Salat ist schnell gemacht, wenn man vom Kochen vom Vortag vielleicht noch Reste hat.

Menge: 2 Personen
Zutaten
1 mittlere Rote Bete
1 mittlere Möhre (100 g)
1 große Kartoffel (150 g)
1 große Salzgurke; ersatzweise Gewürzgurke
1 kleine Zwiebel; fein gehackt
100 Gramm Sauerkraut
1 kleiner Äpfel süß-säuerlich
2 El Öl (am besten was neutrales wie Sonnenblumenöl)
Salz und Pfeffer
Zucker; nach Geschmack

Zubereitung
Rote Bete, Möhre und Kartoffel getrennt kochen, die Möhre soll noch bissfest sein.
Die Gemüse und den Apfel in knapp 2 cm große Würfel schneiden. Alles zusammen in eine Schüssel geben und das Sauerkraut ohne Saft dazugeben.
Den Salat mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und mit dem Öl verrühren, ziehen lassen.
Vinaigrette kalt oder lauwarm genießen.
Weiteres experimentieren ist natürlich erlaubt: Zitronensaft für mehr Säure, Erbsen als Ergänzung, Mayonnaise anstatt des Öls; und für diejenigen die tierische Produkte essen Heringsfilets.



24. März 2021

 

Gemüse essen vom Blatt bis zur Wurzel

Lebensmittelverschwendung ist und bleibt im allgemeinen ein riesiges Thema.

Ein Schritt in die richtige Richtung zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, ist es natürlich Mitglied in der SoLaWi zu sein.

Trotzdem hier als kleine Anregung:

In der Regel kann man mehr Teile einer Pflanze essen, als man denkt (Ausnahmen sind zum Beispiel Kartoffeln und Tomaten, bei denen man auf den Verzehr von Stängeln und grünen Stellen verzichten muss, weil sie Giftstoffe enthalten).
Und weil unser Gemüse so frisch und garantiert ohne Pestizidrückstände oder anderes Schädliches daherkommt, macht es umso mehr Sinn, es möglichst komplett zu verwerten.

Viele alte Gewohnheiten sind geradezu widersinnig, wenn man drüber nachdenkt. Wieso sollte man von Radieschen die Blätter wegwerfen und die Radieschen in einen grünen Salat schneiden, wenn doch die Radieschenblätter selber wunderbaren Salat abgeben?

Letzte Woche gab es zum Beispiel Kohlrabi in der Abholung. Die Blätter sind viel zu schade zum wegwerfen!

Was aus ihnen beispielsweise werden könnte, nur mal so als Anregung:
ein Smoothie (geht immer ;-))
Pesto (schmeckt oft sogar stärker nach Kohlrabi als der Rest)
feingehackt als Zutat für ein selbstgebackenes Brot oder für Brötchen
als „Wickel“ für zum Beispiel Gegrilltes oder Gedämpftes anstatt Alufolie

Und was mit Kohlrabiblättern geht, geht natürlich auch mit anderern Blättern, Möhren- oder Fenchelgrün etc.

Viel Spass beim Ausprobieren und Experimentieren!

11. März 2021

 

Schwedischer Möhrenkuchen

3 Eier
250 Gramm Dinkel-Vollkornmehl
200 Gramm Karotten
150 Gramm gemahlene Mandeln
120 Gramm Apfelmus
100 Gramm Rohrzucker
100 Gramm Butter
ein Teelöffel Zimt
einen halben Teelöffel Kardamom
einen halben Teelöffel Backpulver

für das Frosting:
300 Gramm Frischkäse
ein Teelöffel Honig
eine halbe Orange
Mandelsplitter

Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eier mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren, bis eine schaumige Masse entsteht.
Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln mit einem Sieb hinzugeben.
Butter erwärmen und mit dem Apfelmus, Zimt und Kardamom unterrühren.
Karotten abwaschen, schälen und mit einer Reibe zu dem Teig geben. Alles nochmal gut durchmixen.
Backform einfetten, den Teig hineingeben und rund 40 Minuten backen.
In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten und den Frischkäse mit Honig und dem Saft der Orange vermengen. Anschließend in den Kühlschrank stellen.
Kuchen aus dem Ofen holen, vollständig auskühlen lassen und mit dem Frosting sowie den Mandelsplittern garnieren.

28. Februar 2021

 

Schaales

Was dem Lipper und der Lipperin der Pickert ist der Pfälzerin und dem Pfälzer der Schaales:

ein uraltes Pfälzer Nationalgericht aus geriebenen Kartoffeln, knusprig und goldbraun gebacken im Topf; ist vielleicht mal was anderes ;-)))

Zutaten für 4 Personen
1 kg Kartoffeln
500 g Möhren
2 Stange Lauch
200 g durchwachsener Speck
2 Eier
nach Geschmack ein wenig Majoran
eventuell Mehl
Salz
Pfeffer
Apfelmus

Die Kartoffeln schälen und fein reiben.
Die Kartoffeln kurz stehen lassen und die Flüssigkeit abgiessen oder besser: die Kartoffelmasse auspressen.
Die Möhren schälen und fein reiben.
Den Lauch in dünne Ringe schneiden und zu den Kartoffeln und den Möhren geben.
Eier verquirlen und unter die Mischung geben und mit Salz, Pfeffer und nach Bedarf mit etwas Majoran abschmecken. Wenn die Masse sehr feucht ist, etwas Mehl zur besseren Bindung zugeben. Den Speck in kleine Würfel schneiden und alles zusammen dann in einer Schüssel zu einem Teig verrühren.

Den Boden eines Topfes oder einer gusseisernen Pfanne mit Öl auskleiden, so dass nichts anbrennen kann und die Masse in den Topf /die Pfanne geben und das Ganze dann bei 250 Grad (vorgeheizt) in den Backofen stellen.

Nach einer Stunde den Backofen auf 150 Grad zurückschalten und den Schales noch für eine weitere 1/2 Stunde weiter garen lassen. Es soll sich obendrauf eine Kruste bilden.

Zum Schaales reicht man gekühlten Apfelmus, welcher gerade auch zur Kruste sehr lecker schmeckt. Wenn man Apfelmus nicht mag, geht natürlich auch ein Quark-dip

28. Februar 2021

 

Kleiner Hinweis: Ein Wort zum Vorheizen von Backöfen

Manchmal taucht hier in den Rezepten auf, dass der Backofen vorgeheizt werden soll.

Tatsächlich ist es in den allermeisten Fällen nicht notwendig, vorzuheizen (Ausnahmen sind zum Beispiel Brandteige oder Biskuits). Es spart sogar ca. 20% Energie, wenn man es nicht tut.
Die Autoren von Rezepten schreiben in der Regel aber gerne „Vorheizen“ in die Anleitungen, weil es dann einfacher ist, vereinheitlichte Zeitangaben zu machen.

Der Einfachheit und der besseren Orientierung halber werde ich die Angaben, deshalb immer so lassen wie im Rezept angegeben. Ihr kennt selber euren Backofen am besten und wisst, wieviel Zeit man zugeben muss für das gewünschte Ergebnis, wenn man nicht vorheizt.

8. Januar 2021

 

Linsen zum Jahresanfang als Glücksbringer – Linsen-Lauch-Gratin

08.01.2021

In meiner alten Heimat in Rheinland-Pfalz gibt es die Tradition in der Silvesternacht oder am Neujahrstag Linsensuppe zu essen als Glücksbringer. Die Linsen erinnern dabei an Münzen und sollen dafür sorgen, dass man im neuen Jahr keine Geldsorgen hat. Aus meiner Sicht gibt es schlimmere Formen von Aberglauben. Das neue Jahr ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber Linsen zu essen kann ja nicht schaden ;-))
Deshalb hier ein Linsenrezept: (Quelle: WDR5, Sendung „Alles in Butter“

Linsengratin mit Lauch
250 g Beluga-Linsen
3 Stangen Lauch
100 g Sonnenblumenkerne
100 g Creme fraiche
60 g Käse zum Überbacken (gerne was kräftiger: Bergkäse, Emmentaler, Greyerzer o.ä.)
Paprikapulver
Curry
Salz, Pfeffer
Butter oder Margarine

Die Linsen nach Packungsanweisung kochen bis sie gar, aber nicht zu weich sind.
Die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne leicht rösten.
Den Lauch putzen, waschen, längs halbieren und quer in feine Streifen schneiden, in einem großen Topf die Streifen mit einem Esslöffel Butter oder Margarine andünsten.
Nach 5 Minuten die Creme fraiche einrühren, alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und einer Prise Curry abschmecken, die Linsen und die Hälfte der Sonnenblumenkerne dazugeben und alles sorgfältig miteinander vermischen. Noch einmal herzhaft abschmecken und das Gemüse in eine Auflaufform umfüllen. Die restlichen Sonnenblumenkerne darauf verteilen, den Käse reiben und darüber streuen.
Das Ganze bei 180 Grad im Backofen etwa eine halbe Stunde gratinieren, bis der Käse zerlaufen und gebräunt ist.

8. Januar 2021